Kennst du das? 

Du wachst morgens auf, fühlst dich schlapp, die Nase läuft, der Hals kratzt. 

„Mist, eine Erkältung!“, denkst du dir. 

Schnell ein Nasenspray, eine Tablette gegen Kopfschmerzen – und weiter geht’s. 

Keine Zeit, um krank zu sein. 

Doch kaum bist du wieder fit, kommt die nächste Erkältung. 

Oder schlimmer: eine ausgewachsene Grippe, die dich für zwei Wochen ins Bett zwingt. 

Warum? 

Weil deine Seele dich nicht nur sanft anstupsen, sondern regelrecht ausbremsen muss, damit du endlich auf sie hörst.

Jede Krankheit hat eine seelische Botschaft. 

Sie ist kein Zufall, kein lästiges Hindernis, sondern ein Signal deines Innersten. 

Ein Zeichen, dass etwas in deinem Leben nicht stimmt, dass du gegen deine eigene Wahrheit lebst. 

Die Seele spricht mit uns – erst leise, dann lauter. Ignorieren wir ihre ersten Botschaften, muss sie drastischer werden.

Nase voll!

Die deutsche Sprache ist so treffend! Und der Volksmund spricht es aus!

Nehmen wir die banale Erkältung als Beispiel.

Sie zeigt oft, dass wir von etwas die „Nase voll“ haben.

Vielleicht ertragen wir eine Situation am Arbeitsplatz (stellvertretend für alle anderen Bereiche unseres Lebens) nicht mehr.

Den ständigen Druck, die mangelnde Wertschätzung.

Oder noch schlimmer: Unlust und das Gefühl nicht im richtigen Beruf zu sein. 

Doch statt etwas zu ändern, funktionieren wir weiter. 

Weil wir es nicht anders kennen, weil wir das Geld brauchen, weil, weil, weil… 

Also Tabletten, Nasenspray, und ab ins Büro. 

Und wenn die Symptome abklingen, sagen wir: Geht doch! 

Unsere Seele sieht das anders: „Du hörst nicht? 

Dann gebe ich dir mehr Zeit zum Nachdenken.“ 

Die nächste Stufe folgt: eine Grippe. 

Nun sind wir gezwungen, länger zu pausieren. 

Aber was tun die meisten? 

Auch diesmal geht es nur um Symptombehandlung – anstatt zu hinterfragen, warum uns die Krankheit erwischt hat.

Von der Erkältung zur schweren Krankheit

Wenn wir weiterhin nicht hinhören, kann sich die Krankheit steigern. 

In unserem Beispiel könnte die nächste Stufe eine Herzbeutelentzündung sein. 

Kein Wunder – schließlich behandeln wir uns selbst mit so viel Herzlosigkeit, dass der Körper irgendwann protestiert.

Medizinisch lässt sich das alles erklären: Ein nicht auskurierter Infekt schwächt das Immunsystem, sodass sich Erreger leichter ausbreiten. 

Eine Grippe ist die Folge. Und eine nicht gründlich auskurierte Grippe schlägt aufs Herz, wie die Forschung herausgefunden hat. 

Aber warum trifft es den einen und den anderen nicht? 

Warum wird eine Person krank, die andere bleibt gesund – obwohl beide denselben „Viren“ ausgesetzt sind?

Die Sprache verstehen lernen

Hier setzt der schamanische Blick an. 

Wir schauen nicht nur auf die körperlichen Symptome, sondern auf die dahinterliegenden seelischen Ursachen. 

Krankheit ist eine Sprache, die verstanden werden will. 

Und oft genügt es, die Botschaft zu erkennen, um den Heilungsprozess in Gang zu setzen. 

Bleiben wir bei dem Beispiel der Erkältung mit ihren Nachfolge-Erscheinungen, dürfen wir uns die Frage stellen: Warum brauche ich einen Chef oder Kollegen, die herzlos sind. 

Sind sie nur ein Spiegel?

Wir dürfen bei uns selbst genauer schauen. 

Wertschätzen wir uns selbst? Treten wir für uns ein? 

Das ist starker Tobak, ich weiß. 

Doch um deinen inneren Heiler zu wecken, musst du Selbstverantwortung übernehmen. 

Sonst wechseln wir vielleicht die Firma und kommen vom Regen in die Traufe.

Übrigens gilt die Sprache der Symptome nicht nur für „Viren“-Erkrankungen. 

Sie gilt auch für alle anderen Arten von Krankheit und sogar für Unfälle. Sie alle haben Hinweis-Charakter.

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt?

Es gibt ein Sprichwort: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. 

Genau das gilt auch für Krankheiten. 

Wenn wir verstehen, was unsere Seele uns sagen will, können wir bewusst gegensteuern. Vielleicht bedeutet eine Erkältung nicht nur, dass wir Ruhe brauchen – sondern auch, dass es an der Zeit ist, unsere Lebenssituation zu überdenken.

Das bedeutet nicht, dass wir Schulmedizin ignorieren sollen. 

Ganz im Gegenteil: Sie hilft uns auf der körperlichen Ebene. 

Doch wirkliche Heilung geschieht erst, wenn wir das Gesamtbild sehen. 

Wenn wir aufhören, unsere Seele zu überhören – und anfangen, mit ihr zu sprechen.

Erschöpfung, Burnout und Co.

Wenn die Seele nach Ruhe ruft

Nachdem wir nun betrachtet haben, wie Krankheit als Botschaft der Seele funktioniert, wollen wir uns einer besonders verbreiteten Form dieser „stillen Kommunikation“ widmen: der Erschöpfung. Denn in einer Welt, die ständig auf Hochleistung getrimmt ist, ist das vielleicht die deutlichste Botschaft unserer Seele: „Halt! Es reicht!“

Der schleichende Weg in den Erschöpfungszustand

Burnout, chronische Müdigkeit oder Fatigue kommen meist nicht über Nacht.

Sie schleichen sich langsam ein.

Anfangs ist es nur eine leichte Müdigkeit, vielleicht das Gefühl, nie wirklich ausgeschlafen zu sein.

Dann kommt das Wochenende, an dem man sich eigentlich erholen wollte, und trotzdem bleibt die Erschöpfung. 

Und irgendwann ist da nur noch das Gefühl: „Ich kann nicht mehr.“

Das Problem? 

Wir hören oft nicht auf diese ersten Signale. 

Denn wir haben gelernt, dass unser Wert davon abhängt, wie viel wir leisten.

Pause? 

Faul! 

Nein sagen? 

Egoistisch! 

Sich selbst etwas Gutes tun? 

Zeitverschwendung! 

So hetzen wir weiter durch unseren Alltag, bis der Körper uns schließlich aus dem Rennen nimmt.

Die unsichtbaren Ursachen der Erschöpfung

Natürlich gibt es medizinische Ursachen für Burnout und Erschöpfungssyndrome – zu viel Stress, zu wenig Schlaf, ein dauerhaft erhöhtes Cortisollevel.

Doch warum kommen einige Menschen trotz Stress wunderbar zurecht, während andere in die totale Erschöpfung rutschen? 

Die Antwort liegt oft in unserem Inneren.

  • Alte Glaubenssätze und Muster: Viele von uns haben tief verankerte Überzeugungen aus der Kindheit oder aus unserem Ahnenfeld übernommen. Vielleicht die Vorstellung: „Nur wenn ich hart arbeite, bin ich etwas wert.“ Oder: „Ich darf nicht schwach sein.“ Diese inneren Programme lassen uns über unsere Grenzen gehen, selbst wenn wir schon längst nicht mehr können.

  • Ungelebte Bedürfnisse: Wer immer nur funktioniert, hat oft gar keinen Kontakt mehr zu den eigenen Bedürfnissen. Wann hast du das letzte Mal einfach das gemacht, worauf du wirklich Lust hattest? Weißt Du überhaupt noch, worauf du wirklich Lust hast?

  • Seelische Erschöpfung: Es gibt Zeiten im Leben, in denen nicht nur der Körper, sondern auch die Seele erschöpft ist. Unverarbeitete emotionale Lasten, ungelöste Konflikte oder ständiges Übergehen der eigenen Grenzen hinterlassen Spuren in unserem Energiefeld.

Burnout als letzte Warnung

Burnout ist nicht nur eine Krankheit der äußeren Umstände, sondern oft auch eine Folge innerer Zerrissenheit. 

Unsere Seele schickt uns mit der Erschöpfung eine klare Botschaft:

  • Hör auf, dich selbst zu übergehen.

  • Lass alte Muster los.

  • Erkenne, dass dein Wert nicht an deiner Produktivität hängt.

Die gute Nachricht: Wer diese Signale erkennt und ernst nimmt, kann den Weg aus der Erschöpfung finden. 

Dazu gehört nicht nur Ruhe, sondern vor allem die bewusste Arbeit mit den seelischen Ursachen.

Eine Anekdote aus meinem eigenen Leben:

Es war so Anfang der 2000er. 

Ich war fertig. 

So richtig. 

Die Arbeit, die Kinder, der Ehemann – alle wollten irgendwas von mir. 

Der Haushalt? 

Ein nie endender Kampf gegen das Chaos. 

Ich funktionierte nur noch, Tag für Tag, ohne auch nur einen Funken Lebensfreude zu spüren. 

Mein größter Traum? 

Eine einsame Insel, nur ich, ein gutes Buch und absolute Stille.

Aber gut, die Kinder und den Ehemann loswerden war keine Option (und hätte ich natürlich auch nicht gewollt). 

Den Haushalt ignorieren? 

Unmöglich, ich brauche meine Ordnung. 

Die Arbeit als Journalistin reduzieren? 

Schön wär’s, aber das Geld musste ja auch irgendwo herkommen. 

Also machte ich weiter. Und funktionierte einfach.

Dann kam die Lösung – und zwar aus einer Richtung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. 

Meine Redakteurin schickte mich zu einem Kurs. 

Ich sollte darüber für die Tageszeitung berichten. 

Irgendwas mit Energien. Klang für mich nach „langweiligem Herumturnen“. 

Ich hatte so gar keine Lust und nahm mir vor: Hingehen, zwei Fragen stellen, Foto machen, fertig.

Tja. Pustekuchen.

Die Kursleiterin hatte da ganz andere Pläne. 

„Wenn Sie darüber schreiben wollen, müssen Sie mitmachen.“ 

Mein innerer Widerstand war riesig, aber was sollte ich tun? 

Ich setzte mich also widerwillig in den Kreis und ließ mich drauf ein. 

Und dann passierte etwas, womit ich nie gerechnet hätte. 

Plötzlich kam wieder etwas in Fluss. 

Es war kein spektakuläres Feuerwerk, keine Erleuchtung von einem Moment auf den anderen – aber ich spürte eine Veränderung. 

Ein kleines Aufatmen in mir.

Nach dem Kurs fühlte ich mich besser. 

Heute weiß ich, dass dies der Beginn meines schamanischen Weges war. 

Der Kurs hatte nur am Rande mit Schamanismus zu tun, aber er öffnete mir die Türen. 

Er gab mir wieder Kraft, um weiter zu gehen, mich aus dem Energie zehrenden Strudel zu befreien.

Und viele Jahre später, als ich schamanisch arbeitete, erkannte ich die wahre Ursache für meine Erschöpfung. 

Es war nicht nur die äußere Belastung – es war ein altes Muster, das tief in mir wirkte. 

Ein Teil davon stammte aus meiner Kindheit, aber es war noch mehr als das. 

Ich konnte spüren, dass es auch mit meinem Ahnenfeld verbunden war.

Über Generationen hinweg waren in unserer Familie Glaubenssätze weitergegeben worden, wie:

Nur wenn du viel schaffst, bist du etwas wert. 

Pausen sind gleichbedeutend mit Faulheit.

Und denk bloß nicht zuerst an dich selbst – die anderen gehen immer vor.

Diese Muster hatten mich unbewusst gesteuert, mich angetrieben, selbst dann, wenn ich nicht mehr konnte. 

Und es war nicht nur meins – es war die Last vieler vor mir, die nie die Erlaubnis hatten, sich auszuruhen.

Doch es gibt Wege, dort herauszukommen. 

Das habe ich selbst erfahren.

Wege aus der Erschöpfung

  • Innere Glaubenssätze hinterfragen: Woher kommt der Drang, immer stark sein zu müssen? Wer hat dir beigebracht, dass du keine Pause machen darfst?

  • Energien klären: Schamanische Arbeit hilft, alte Muster und fremde Energien loszulassen, die dich belasten.

  • Seelenanteile zurückholen: Wer sich über lange Zeit selbst vernachlässigt hat, verliert oft Anteile seiner Lebensfreude und Kraft. Durch eine Seelenrückholung kann diese Energie wieder in dein Leben fließen.

  • Die Ahnenarbeit einbeziehen: Welche Muster wurden in deiner Familie weitergegeben? Vielleicht kennst du die Geschichte von der Großmutter, die immer gearbeitet hat, bis sie umfiel? Solche Prägungen beeinflussen oft unser eigenes Verhalten – bis wir bewusst aus ihnen aussteigen.

Deine Seele braucht dich

 Burnout ist nicht das Ende, sondern ein Weckruf.

 Es ist die Einladung, innezuhalten und dein Leben neu auszurichten.

 Denn tief in dir weißt du bereits: Dein Wert liegt nicht in deiner Leistung, sondern in deinem Sein.

 Und genau das darfst du wieder lernen zu spüren.