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Blödsinn oder uraltes Wissen?
Schamanismus zwischen Skepsis und Erfahrung. Oder: Was passiert, wen man sich auf eine unsichtbare Welt einlässt…
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ToggleSchamanismus zwischen Skepsis und Erfahrung. Oder: Was passiert, wen man sich auf eine unsichtbare Welt einlässt…
Schama… was?
…nismus!
Aahh, nix muss!
Ja, genau!
Und was ist Schamanismus jetzt?
Eine spirituelle Praxis.
Und was für eine. Davon gibt’s ja genug.
Im Schamanismus reisen wir in unsichtbare Welten.
So ein Quatsch! Das gibt’s nur im Science Fiction.
Woher nimmt die Science Fiction ihre Informationen?
Aus der Fantasie.
Und was ist Fantasie?
Naja, auf jeden Fall ist das, was du da erzählst schlichtweg Blödsinn.
Das ist ein fiktives Gespräch.
Doch so ähnlich habe ich es bereits erlebt.
Viele Male.
Auch wenn die Menschen es nicht aussprachen, dass sie für Blödsinn hielten, worüber ich redete.
An ihren Augen konnte ich erkennen, was sie dachten.
Oder an ihrer Mimik.
Da gab es diesen Ausdruck, der fragte: Bist du jetzt völlig übergeschnappt?
Ich hielt dann den Mund.
Denn ich bin keine Missionarin
Und ich habe auch keine Lust auf unfruchtbare Diskussionen.
Das raubt mir zuviel Energie.
Und macht schlechte Laune.
Foto: pixabay
In den letzten Jahren erlebe ich allerdings öfter folgendes:
Schamanismus? Das hört sich spannend an. Erzähl mir mehr darüber!
Mir gegenüber sitzt ein Mensch, der noch nie etwas von Schamanismus gehört hat.
Oder den das Thema von weitem, ganz entfernt mal gestreift hat.
Doch dieser Mensch ist offen für ein Gespräch.
Was er mit dem neu erworbenen Wissen macht, steht auf einem anderen Blatt.
Es ist gut möglich, dass er weiter seine Wege geht wie bisher.
Es ist aber auch möglich, dass er sich in das Thema Schamanismus vertieft.
Und dann entdeckt er eine Welt, die ihm zuvor verschlossen war.
Obwohl sie für jeden Menschen offen steht.
Foto: pixabay
Warum die meisten Menschen sich verschlossen haben, darauf will ich hier nicht näher eingehen.
Wichtig ist, dass jeder Mensch Zugang zu den anderen Daseinsformen hat.
Welten, die unendlich groß sind.
Die unendlich viele Möglichkeiten bieten.
Antworten auf unsere brennendsten Fragen zum Beispiel liefern.
Tipps und genaue Anleitungen, wie wir gesund bleiben oder wieder werden können.
Diese anzunehmen und umzusetzen bedeutet, im Fluss des Lebens zu sein.
Denn Schamanismus ist praktisch.
Er ist umsetzbar.
Die Erfahrungen sind nicht immer logisch.
Doch sie bewirken etwas in uns.
Und entweder sofort oder etwas später merken wir, dass sich etwas gelöst hat.
Dass sich etwas zum Besseren transformiert hat.
Alles Einbildung?
Hier eine kleine Anekdote zum Thema Einbildung und Wirklichkeit:
Mein erste Reise!
Oh ja. Ich war schon soooo aufgeregt.
Ich saß im Kreis mit anderen schamanisch Interessierten.
Und nun sollten wir unser Krafttier finden.
Nichts leichter als das, dachte ich in meiner damaligen Naivität.
Da brauche ich gar nicht lange suchen.
Es ist die Eule, ganz klar.
Warum ich so sicher war?
Weil ich schon so lange ich denken kann Eulen geliebt habe, und Eulen-Figuren meine gesamte Wohnung schmückten.
Also, los ging’s.
Und nachdem ich endlich die untere Welt erreicht hatte, wo ich mein Krafttier finden sollte, sah ich sie: Die Eule!
Sie saß in einem Baum auf einem Ast.
Ich jubelte in diesem veränderten Bewusstseinszustand.
Ja, das geht.
Quelle: pixabay
Also ging ich näher an die Eule heran.
Und dann geschah etwas, das mich aus den Schuhen riss.
Auch das geht im veränderten Bewusstseinszustand.
Die Eule schloss ihre großen Augen.
Und dann drehte sie wie in Zeitlupe ihren Kopf zur Seite.
Mir fiel die Kinnlade runter (gut, ich übertreibe jetzt ein wenig), aber:
Ich war fassungslos.
Deprimiert!
Und jetzt?
Ratlos stand ich dort in dieser unteren Welt vor der Eule und wusste nicht was ich tun sollte.
Es war doch so klar, dass sie mein Krafttier ist.
Hat mir mein Verstand gesagt.
Doch als solches sollte sie jetzt mit mir Kontakt aufnehmen.
Machte dieses Federvieh vor mir aber nicht.
Im Gegenteil.
Diese wunderschöne Eule mit ihrem hellen Gefieder schaute mich nicht mehr an.
Zeigte mir ihren kalten Flügel.
Ich war betrübt und ging weiter.
Kam an einen Strand, wo sich viele Tiere aufhielten.
Doch ich wusste, keines war meins.
Da kam ein weißes Pferd an mir vorbei galoppiert.
Es sah herrlich aus mit seiner fliegenden Mähne.
Doch auch das war nicht meins.
Das wusste ich einfach.
Ich setzte mich in den Sand und wartete auf das Rückholsignal.
Als ich wieder in der alltäglichen Wirklichkeit angekommen war, berichtete ich, wie mir geschehen war.
„Hast du die Eule gefragt, ob sie dein Krafttier ist“, wollte die Seminarleiterin wissen.
Nee, hatte ich nicht.
Auf die Idee bin ich überhaupt nicht gekommen.
So abweisend wie der Vogel mir gegenüber war.
Na gut. Da war er also schon – der Auftrag für die nächste Reise.
Ich mache es kurz: Die Eule war es tatsächlich nicht.
Mein Verstand hatte mir etwas vorgeschlagen.
Ich hab’s dann einfach nicht mehr angenommen und mein tatsächliches Krafttier gefunden.
In der Anderswelt läuft es eben anders.
Vielleicht heißt sie ja deshalb „Anderswelt“, wer weiß.
Nun ja.
Ach übrigens: Es gab noch einen Moment, in dem ich sprachlos war.
Nämlich, als meine Kreis-Nachbarin von ihrer schamanischen Reise berichtete und dass sie ihr Krafttier gefunden hatte.
Es war ein weißes Pferd.
Diese kleine Geschichte zeigt, dass wir uns viel Vorstellen können.
Doch was letztendlich geschieht, steht auf einem anderen Blatt.
Sofern wir offen sind für die Erfahrungen.
Es sind ungewöhnliche Erfahrungen.
Das kann ich nach über 20 Jahren Praxis wirklich sagen.
Wie oft bin ich oder sind wir in der Gruppe schon überrascht gewesen.
Wie oft haben wir schon Antworten bekommen, die uns weiter geholfen haben.
Die uns aus Sackgassen geholt haben.
Oder aus dichtem Gestrüpp, in dem wir uns verfranst hatten.
Ob wir die Informationen nutzen und umsetzen, ist unsere Sache.
Wenn wir es aber tun, dann wird es wirklich leichter.
Das Leben hier.
Denn dafür ist der Schamanismus bestimmt.
Seit Urzeiten helfen Schamanen ihren Sippen in Balance zu sein.
Krankheiten zu heilen.
Rat zu von den geistigen Helfern zu holen.
Unterstützung anzubieten.
Es geht darum, das alltägliche Leben zu verbessern.
Und das können wir selbst in die Hand nehmen.
Denn die schamanischen Techniken sind relativ leicht zu erlernen.
Und dann kannst du selbst etwas tun.
Für dich selbst.
Für alle in deinem Umfeld.
Und – natürlich – für Mutter Erde.
Nun komme ich nochmal darauf zurück, dass jeder Mensch Zugang zu den Anderswelten hat (Tiere sowieso).
In schamanischen Reisen begeben wir uns dorthin.
Die Eintrittskarte hierzu ist Offenheit für neue Erfahrungen.
Wenn du schamanisch Reisen lernen willst, dann nimm’ gerne am nächsten Kurs teil.
Auch danach wirst du nicht allein gelassen.
In den Trommelgruppen kommst du mit anderen Menschen zusammen und kannst deine Kenntnisse vertiefen.